Besitzt man einen tollen Oldtimer, kann man damit die neidischen Blicke vieler Menschen auf sich ziehen. Meist Damen mit Sonnenbrille und einem tollen Schal oder Kopftuch, oder Herren mit Fliegerbrille und Kappe, natürlich nicht zu vergessen die Handschuhe, sieht man mit den alten Fahrzeugen durch die Lande fahren. Was hinter einem solchen Oldtimer oftmals für Arbeit, Kosten und Aufwand stehen, sieht man in dem Moment nicht. Als Beobachter sieht man nur den tollen, alten und aufgemöbelten Wagen, der an einem vorbeifährt. Nicht immer beschränken sich die Besitzer der alten Wägen auf ein Exemplar. Die meisten haben mehrere davon zur Auswahl, teils welche, mit denen sie noch ausfahren, und andere, die in der Garage bleiben, dass sie ja nicht kaputt gehen.
Oftmals sind die Oldtimer, die sich diese Menschen kaufen, in einem jämmerlichen Zustand. Vergammelt und halb verrottet haben sie einige Jahre oder sogar Jahrzehnte in irgendwelchen Winkeln verbracht, was ihnen sicherlich nicht gut getan hat. Völlig verrostet, mit abblätterndem Lack und technisch nicht gerade das, was man einen vorbildlichen Zustand nennt: So kommen die Oldies in der Werkstatt an. Nun geht es darum, die richtigen Ersatzteile zu besorgen, und den Lack, beziehungsweise das Blech darunter, mit Hilfe von Trockeneisstrahlen oder anderen Methoden, wieder auf Vordermann zu bringen. Bei vielen Autoherstellern bekommt man teils noch für sehr alte Fahrzeuge originale Ersatzteile, für andere muss man lange suchen. Viele Stunden mühsamer Kleinarbeit machen jedoch aus beinahe jedem Wrack wieder ein Glanzstück.
Ob man sich selbst an diese Aufgabe wagt, oder einen Fachmann ans Werk gehen lässt, ist eine Frage des eigenen Talents, was die Autoreparatur betrifft. Um aber auf den Oldtimer Rennen wieder einmal mit einem neuen Highlight auftrumpfen zu können, muss einiges an Restaurationsarbeit investiert werden. Auch das Schaufahren am Sonntag oder das Platzieren des Fahrzeuges auf einer Autoschau macht großen Spaß; nicht nur für den Besitzer.
Nicht nur Autos, sondern auch Traktoren werden oftmals liebevoll restauriert und gesammelt. Alte Lanz Bulldogs sind hier die Renner, aber auch viele andere Modelle fallen unter die heiß begehrten Raritäten, in die ebenso viel Arbeit und Liebe zum Detail investiert wird, wie in ein altes Auto. Kann man sich selbst weder Oldtimer Bulldog noch Auto leisten, bleibt nichts anderes, als seine Hilfe in einer Werkstatt anzubieten, oder sich auf die Ausstellungen und Oldtimer Treffen und Rallyes zu beschränken, die überall auf der Welt veranstaltet werden. Für manche Menschen wiederum sind Oldtimer eine willkommene Kapitalanlage.
